Erster Ankermieter für den „Designpark HfG Ulm“ steht fest

Ulm, 21. Juli 2009  (hfg) – Schmuck-Gestalter Ehinger-Schwarz wird Räume auf Kuhberg beziehen - Die Stiftung HfG Ulm konnte mit dem international renommierten Schmuckdesigner Wolf-Peter Schwarz den ersten Ankermieter für das neue Nutzungskonzept der traditionsreichen Hochschule für Gestaltung HfG Ulm gewinnen „Ich bin permanent auf der Suche nach Wertigkeit, Dauerhaftigkeit und Lebensqualität. In diesen Zielen sehe ich eine starke Verbindung zur Tradition der HfG Ulm“, sagt der Inhaber von Ehinger-Schwarz. „Aus meiner täglichen Arbeit ist mir sehr bewusst, dass reduzierte Formen der Wahrheit sehr nahe kommen. Es ist eine hohe Kunst, eine nachhaltige, reduzierte Form zu entwerfen und zu etablieren“, sagt der Erfinder des nach seiner Frau Ann-Charlotte benannten Grundrings „Charlotte“, der diese Eigenschaften in sich vereint und damit auch ideelle Anleihen beim legendären Design der HfG Ulm nimmt.

Gleichwohl habe ihn die extreme Reduktion in seinem kreativen Schaffen auch zum Opulentem inspiriert. Durch die Kombination von reduzierter Form und üppigem, pflanzlichem Formenschatz kreiert Wolf-Peter Schwarz in seinen Schmuck-Entwürfen oftmals ein Spannungsverhältnis, das beispielsweise auch den neusachlichen Pflanzen-Fotografien von Karl Blossfeldt (1865-1932) mit ihrem minimalistisch-strengen Bildaufbau im Gegensatz zur Üppigkeit der pflanzlichen Erscheinung zu eigen ist. Lesen Sie das ungekürzte Interview mit Wolf Peter Schwarz.

„Wir freuen uns sehr, Ehinger-Schwarz als Mieter gewonnen zu haben. Das Unternehmen vereint kreative, nachhaltige Gestaltung mit wirtschaftlichem Erfolg. Ich bin gespannt, welch’ kreativer Diskurs sich in den kommenden Jahren mit den anderen Designern auf dem Kuhberg ergeben wird“, erklärt Dr. Dieter Bosch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm. Ehinger-Schwarz wird in dem ab 2010 schrittweise zu realisierenden Konzept des „Designpark HfG Ulm“ Atelier-, Werkstatt-, und Büroräume auf dem Kuhberg beziehen. „Momentan sind wir im Gespräch mit einer Reihe weiterer, sehr interessanter Mietinteressenten, aber ich möchte durchaus noch Gestalter, Designer und andere Kreative motivieren und auffordern, sich als Mieter für den ‚Designpark’ an dieser legendären Design-Stätte zu bewerben“, erklärt Dr. Bosch.

Die Umsetzungsphase für das im vergangenen Herbst vorgestellte neue Nutzungskonzept der HfG Ulm ist in vollem Gange. Im September 2008 hatten der Stiftungsrat der HfG Ulm ein neues, designnahes Nutzungskonzept für das von dem Schweizer Künstler, Designer und Architekten Max Bill entworfene HfG-Gebäude entwickelt, beschlossen und vorgestellt. Designnahe Firmen (Gestalter, Architekten, Agenturen, Künstler, Fotografen, etc.) sowie kulturelle und wissenschaftliche Institutionen sollen der HfG als Mieter in kreativem, interdisziplinärem Austausch neues Leben einhauchen.

Fotos des HfG Ulm Campus

Wolf Peter Schwarz