Kommunikationsdesigner Jochen Speidel gestaltet Publikation ab 2010

Bilder: Jochen Speidel

Schriftenreihe der Stiftung HfG Ulm in schnörkellosem Outfit

Ulm, 12. November 2009  (hfg) – Kommunikationsdesigner Jochen Speidel gestaltet Publikation ab 2010 - Edle Einfachheit und kompromisslose Klarheit – der Ulmer Grafik- und Kommunikationsdesigner Jochen Speidel hat sich mit seinem Entwurf für die 2010 startende Schriftenreihe der Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm in einem Agentur-Pitch durchgesetzt. „Seine Gestaltungsentwürfe für die Schriftenreihe sind schnörkellos, klar und verständlich. Insofern reflektieren sie in ihrer ‚guten Form’ die Tradition und Leitgedanken der HfG Ulm-Meister wie Max Bill oder Otl Aicher. Zugleich weisen die Entwürfe einen modernen und sehr persönlichen Duktus auf, an dem sich die nachdrückliche Übersetzung der damaligen Gestaltungsideale ins Hier und Jetzt ablesen lässt“, erklärt Dr. Dieter Bosch, geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung HfG Ulm, die Entscheidung der Jury.

Der Kommunikationsdesigner Jochen Speidel (Jahrgang 1972) sammelte nach dem Abitur erste gestalterische Erfahrungen im Grafikbüro Lahaye Kern und bei Arthaus Grafik-Design. Sein Studium absolvierte der begeisterte Musiker an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd. Nach erfolgreichem Diplom machte er sich 2002 in Ulm selbstständig. Jochen Speidel verfügt über ein breites Netzwerk und zahlreiche Kontakte in der Gestalterszene – so unter anderem Prof. Dr. Martin Krampen, der bis zu seiner Emeritierung einen Lehrstuhl für Design und Psychologie bekleidet und noch an der HfG Ulm bei Otl Aicher und Josef Albers studiert hat.

Die Publikationsreihe wird neben der Geschichte der legendären Hochschule der 50er und 60er Jahre auch die jüngeren Lebenslinien nach deren Schließung der HfG Ulm im Jahr 1968, die Gründung ihrer Rechtsnachfolgerin, der Stiftung HfG Ulm, sowie deren Tochtergesellschaft, das Internationale Forum für Gestaltung (IFG Ulm GmbH), wissenschaftlich beleuchten. Für die Schriftenreihe konnte unter anderem der prominente Kunsthistoriker und Kurator Roger M. Buergel gewonnen werden. Der Chef der documenta 12 wird eine Publikation mit dem Thema „Kunst, Gestaltung und Designing Politics“ beisteuern.

Der Fachbeirat der IFG Ulm GmbH wird im Rahmen der Schriftenreihe mit seiner Intendantin, der renommierten Schweizer Politik- und Medienwissenschaftlerin Dr. Regula Stämpfli, die so genannten Septembertagungen in den Jahren 1988 bis 2003 sowie die Hearings seit 2005 des Internationalen Forums für Gestaltung auf dem Ulmer Kuhberg thematisieren und beleuchten. Darüber hinaus wird sich Rodrigo Paiva in einem Band der Schriftenreihe erstmals wissenschaftlich mit den an der HfG Ulm entworfenen Plakaten auseinander setzen, eine weitere Nummer ist einem neuen Blick auf die Design-Legende Max Bill gewidmet. Die Schriftenreihe wird wissenschaftlich von der Kunsthistorikerin Dr. Inez Florschütz betreut.

Jochen Speidel