11. bis 22. November 2018: HfG Ulm – Die Sanierung. Eine fotografische Begleitung

Stiftung HfG Ulm

Vernissage

Sonntag, 11. November 2018, 11 Uhr
HfG Ulm/ großer Hörsaal (1.OG)
Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

Zur Ausstellung spricht Dipl.-Ing. Alexander Wetzig, Stiftungsratsvorsitzender der HfG Ulm. 

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Eine fotografische Begleitung als reine Baudokumentation?
 
Der Projektansatz geht weit darüber hinaus – es handelt sich um eine kreative Betrachtung der Sanierung in den Jahren 2010 bis 2018; die Aufnahmen wurden mit Hilfe von Stilmitteln des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit durchgeführt. Die Farbgestaltung der Aufnahmen ist in drei Gruppen aufgeteilt – Außenbereich, Innenbereich und Mensch in der Architektur –, um die thematische Zusammengehörigkeit zu visualisieren und eine Verbindung zwischen Bauzeit und Gegenwart zu schaffen. Auf diese Weise konnte nicht nur die Sanierung fotografisch dokumentiert werden, sondern auch das gestalterische Konzept des Gebäudes auf seine Wirkung über 60 Jahre nach seiner Eröffnung untersucht werden. Die ursprünglich aus den 20er Jahren stammenden fotografischen Methoden wurden gewählt, um die Bedeutung der HfG als logische Fortentwicklung der Bauhauszeit zu verdeutlichen. 
Die Ausstellung zeigt Fotos unterschiedlicher Stadien der Sanierung der letzten Jahre und dokumentiert den aktuellen Zustand des Gebäudes.
Das bauliche Konzept der HfG Ulm sieht nur wenige Materialien vor. Zur Verdeutlichung sind die Fotos in der Ausstellung nach den wichtigsten Werkstoffen gegliedert.

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Dr. Ralph Fischer

Der Stuttgarter ist promovierter Ingenieur für Werkstoffwissenschaften und technische Optik, tätig im Bereich alternativer Antriebe.
Er studierte darüberhinaus Fotografie und sammelte Erfahrungen durch diverse 
Assistenzen bei Fotografen. 
Für die Freunde der Weissenhofsiedlung und für das Bauhaus Dessau hat er zahlreiche Fotoprojekte realisiert. Regelmäßig hält er Vorträge zum Thema Neues Bauen und Neues Sehen und ist beteiligt an Publikationen und Ausstellungen.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung HfG Ulm durchgeführt.


Öffnungszeiten der Ausstellung
11. November bis 22. November 2018
(außer 17. November 2018)

Mo–Fr 8–17 Uhr und Sa/So 11–17 Uhr

 

14. Juli bis 4. November 2018: wir demonstrieren! linksbündig bis zum schluss.

www.studiosued.de für Museum Ulm

1968, im Jahr der Studentenrevolte, wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) geschlossen. Ein ehrgeiziges Bildungsprojekt der jungen Bundesrepublik fand damit sein Ende.  

In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich die Stadt Ulm zu einem Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik entwickelt – nicht zuletzt wegen ihrer modernen Gestalterhochschule und den Impulsen, die von 
dort ausgingen. 

Die HfG-Mitglieder hatten versucht, die Moderne in eine feste – eine gut ge-staltete – Form zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt 
für alle.

Im Jahr 1968 wurde die junge Bundesrepublik nicht nur von den Studenten-unruhen erschüttert. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders stagnierte auch die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig begann eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überfluss-gesellschaft.

Öffnungszeiten der Ausstellung
Di–So, feiertags 11–17 Uhr, Do 11–20 Uhr   

Führungen
Sonntag, 15. Juli 2018, 11.15 Uhr / Donnerstag, 6. September 2018, 18.30 Uhr / Sonntag, 7. Oktober 2018, 15 Uhr / Sonntag, 4. November 2018, 15 Uhr 

Laden Sie hier das Begleitprogramm herunter. 

www.hfg-archiv.ulm.de

 

Hochschule für Gestaltung Ulm – Von der Stunde Null bis 1968

Grafik: Laboratoire IRB

Ständige Ausstellung im HfG-Archiv Ulm

Unter dem Titel "Hochschule für Gestaltung Ulm: Von der Stunde Null bis 1968" zeigt das HfG-Archiv, eine Abteilung des Ulmer Museums, eine ständige Ausstellung zur Geschichte der legendären Ausbildungsstätte. In der Zeit ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 entwickelte sich die HfG Ulm zu einer der einflussreichsten Hochschulen für Gestalter weltweit. In Ulm entstanden so ikonische Entwürfe wie der "Ulmer Hocker", das Stapelgeschirr "TC 100" und die als "Schneewittchensarg" berühmt gewordene Radio-Phono-Kombination "SK 4" der Firma Braun. Das an der HfG entwickelte "ulmer modell", ein auf Wissenschaft und Technik basierendes Konzept des Designs, setzt bis heute Maßstäbe. 

Die Präsentation erstreckt sich auf rund 275 Quadratmeter und zeigt mehr als 200 Exponate und zahlreiche Fotografien aus den umfangreichen Beständen des HfG-Archivs Ulm. In dieser dichten Auswahl und in dem besonders ansprechenden Zusammenhang des historischen Hochschulgebäudes kann die Geschichte der HfG so nur in Ulm erfahren werden. 

Für die Ausstellungsgestaltung zeichnen Ruedi Baur und sein Team vom Laboratoire Irb Paris verantwortlich. Ihrem Gestaltungskonzept liegt die Idee zugrunde, das Archiv erlebbar zu machen. 

Die Ausstellung gliedert sich in drei große Themenbereiche. Die Stunde Null und die Jahre vor der Gründung der HfG werden schlaglichtartig beleuchtet. Das Kernstück der räumlichen Inszenierung bilden zwei große Regalstrukturen. Das eine Regal stellt die Geschichte der HfG in chronologischer Abfolge dar, gemeinsam mit den in diesen Jahren entstandenen Entwürfen, Modellen und Projekten. Das zweite Regal führt von A bis Z ausgewählte Begriffe und Themen vor, die ganz unterschiedliche Aspekte der HfG Ulm beleuchten helfen. Ergänzend werden die Gründer der HfG, Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill, dem Besucher nahegebracht. Zwei große Tische sind für wechselnde Präsentationen vorgesehen. Zur Eröffnung verwandeln sie sich in eine große Zeitung und präsentieren die Presseberichterstattung über die HfG Ulm an prägnanten Beispielen. 

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Abteilung für Kultur und Medien der Bundesregierung, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Stadt Ulm. 

Öffnungszeiten der Ausstellung
Di–So, feiertags 11–17 Uhr, Do 11–20 Uhr 

weitere Informationen www.hfg-archiv.ulm.de