Besuchergruppe vom Council of Industrial Design, 31. August 1962
Besuchergruppe vom Council of Industrial Design, 31. August 1962
Fotograf: Wolfgang Siol, © HfG-Archiv / Museum Ulm, Signatur: HfG-Archiv 62/0346

Bauhaus Ulm – von Peterhans bis Maldonado

28. Juni – 13. Oktober 2019

Plakat HfG-Archiv Bauhaus-Ulm
www.studiosued.de für Museum Ulm

Vernissage
Donnerstag, 27. Juni 2019
HfG Ulm/ Mensa (1.OG), Am Hochsträß 8, 89081 Ulm 
Begrüßung:  Iris Mann/ Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Soziales, Ulm
Einführung: Dr. Martin Mäntele/ Leitung HfG-Archiv Ulm


100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses blickt das HfG-Archiv auf die Jahre zwischen 1953 und 1958. In dieser Zeit war die Grundlehre an der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) geprägt von pädagogischen Ideen, die das Bauhaus für seinen Vorkurs entwickelt hatte.

Max Bill, Mitbegründer und Architekt des Hochschulgebäudes, war es mit Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher gelungen, die ehemaligen Bauhäusler Walter Peterhans, Josef Albers, Helene Nonné-Schmidt und Johannes Itten als Dozenten für die HfG Ulm zu gewinnen. Bald zeichnete sich ab, dass die jüngeren Dozenten eine Bauhaus-Nachfolge ablehnten. Das gilt auch für die Grundlehre, für die Tomás Maldonado eine »Visuelle Methodik« konzipierte.

Der Bestand des HfG-Archivs an Grundlehre-Arbeiten ist weltweit einmalig. Zum Bauhaus-Jubiläum präsentiert es daraus eine großzügige Auswahl. Ergänzt wird sie um Dokumente, Fotografien und Modelle, die Methoden und Ziele dieses für viele HfG-Studenten entscheidenden Ausbildungsjahrs veranschaulicht.

Die Ausstellung interessiert sich für die Frage, welche Vorstellung vom Bauhaus an der HfG Ulm vermittelt wurde und was die Studierenden darüber erfahren haben. Anders als heute, war das Bauhaus in Dessau 1953, dem Gründungsjahr der HfG Ulm, kein strahlend restauriertes Baudenkmal oder ein Touristenmagnet, sondern nahezu eine Ruine.  

Auf die zahlreichen Bezüge zum Bauhaus weist auch die Namenswahl hin. »Hochschule für Gestaltung«, so lautete der Beiname des Staatlichen Bauhauses Dessau, das mit dem Umzug von Weimar nach Dessau Hochschulstatus erlangt hatte. Von Walter Gropius erhielt Bill die Zustimmung, diese Bezeichnung für Ulm zu verwenden. Doch Bill dachte weiter: Da er von den Bestrebungen anderer wusste, den Namen Bauhaus zu verwenden, schlug er in einem Brief an Inge Aicher-Scholl vor, für Ulm den Namen »Bauhaus« zu wählen. Diesem Umstand verdankt die Ausstellung des HfG-Archivs ihren Titel »Bauhaus Ulm«.

Weitere Informationen zum Begleitprogramm, Führungen erhalten Sie beim HfG-Archiv


Nicht mein Ding –
Gender im Design

15. Februar – 19. Mai 2019

Nicht mein Ding – Gender im Design
Vernissage
Donnerstag, 14. Februar 2019, 19 Uhr
HfG Ulm / Mensa (1.OG)
Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

Begrüßung
Iris Mann/ Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Soziales, Ulm
Dr. Martin Mäntele / Leitung HfG-Archiv Ulm

Poetry Slam
Svenja Gräfen / Schriftstellerin, Leipzig/Berlin

Einführung
Katharina Kurz / Kuratorin Ausstellung
Pia Jerger / Kuratorin Vermittlung


Eine Bank zum Stillen im öffentlichen Raum, ein Hijab für den Leistungssport, ein Fahrradsattel, der die Prostata entlastet, ein rauchender Paffprotz und ein qualmendes Dämchen, Blau bevorzugt der Junge und Rosa liebt das Mädchen? Was hat Gender mit Design zu tun?

Gender Design stellt das sozio-kulturell geprägte Geschlecht »Gender« ins Zentrum der Diskussion über professionelle Gestaltung – in der Ausbildung und im Beruf, ebenso wie in unserem Alltag. Was bedeutet es, genderspezifisch, -sensibel oder gar -blind zu gestalten? Fest steht: Neutrale Dinge gibt es nicht.

Auf vielfältige und kritische Weise gibt das Nachdenken über Gender im Design Antworten auf die immer noch offene Frage »Wie wollen wir leben?«. Diese Frage war schon am Bauhaus und an der ehemaligen HfG Ulm hochaktuell. Die Gute Form und der Funktionalismus der Nachkriegsgesellschaft waren die Antworten ihrer Zeit. Doch die Zeiten ändern sich und mit ihr Rollen- und Berufsbilder, Zielgruppen, Gestaltungsgrundsätze und -lösungen.

Eine Gestaltung »für alle«: Was bedeutet das heute? Mehr denn je ist es an der Zeit für eine umfassende Ausstellung, die diese Frage mit der alle Menschen persönlich betreffenden Kategorie Gender und den sie umgebenden Dingen verbindet. Anhand von kritischen, spielerischen, innovativen und provokanten Lösungen der angewandten Designforschung sowie von historischen und zeitgenössischen Positionen lädt die Ausstellung »Nicht mein Ding – Gender im Design« als Ort zur lebendigen Auseinandersetzung damit ein.

Das HfG-Archiv Ulm schrieb unter dem Fokus Gender Design 2018 zum ersten Mal ein Designer-in-Residence-Programm aus. Die kanadische Architektin Olivia Daigneault Deschênes (*1993) wohnte und arbeitete während ihres dreimonatigen Stipendiums auf dem HfG Campus.

Weitere Kooperationen fanden mit dem Aicher-Scholl-Kolleg (vh ulm) und der Realschule Dornstadt statt. Die Resultate dieser Projekte bieten gemeinsam mit den Exponaten aus den 1950er und 1960er Jahren und den ihnen gegenübergestellten zeitgenössischen Positionen aus der Design- und Alltagswelt einen abwechslungsreichen Rundgang zum Nachdenken über Gender im Design.

weitere Informationen zum Begleitprogramm, Führungen: www.hfg-archiv.ulm.de


HfG Ulm – Die Sanierung.
Eine fotografische Begleitung

11. – 22. November 2018

HfG Ulm – Die Sanierung. Eine fotografische Begleitung
Bild: Stiftung HfG Ulm
Vernissage
Sonntag, 11. November 2018, 11 Uhr
HfG Ulm / großer Hörsaal (1.OG)
Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

Zur Ausstellung spricht Dipl.-Ing. Alexander Wetzig, Stiftungsratsvorsitzender der HfG Ulm.

Eine fotografische Begleitung als reine Baudokumentation?
 Der Projektansatz geht weit darüber hinaus – es handelt sich um eine kreative Betrachtung der Sanierung in den Jahren 2010 bis 2018; die Aufnahmen wurden mit Hilfe von Stilmitteln des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit durchgeführt. Die Farbgestaltung der Aufnahmen ist in drei Gruppen aufgeteilt – Außenbereich, Innenbereich und Mensch in der Architektur –, um die thematische Zusammengehörigkeit zu visualisieren und eine Verbindung zwischen Bauzeit und Gegenwart zu schaffen. Auf diese Weise konnte nicht nur die Sanierung fotografisch dokumentiert werden, sondern auch das gestalterische Konzept des Gebäudes auf seine Wirkung über 60 Jahre nach seiner Eröffnung untersucht werden. Die ursprünglich aus den 20er Jahren stammenden fotografischen Methoden wurden gewählt, um die Bedeutung der HfG als logische Fortentwicklung der Bauhauszeit zu verdeutlichen.

Die Ausstellung zeigt Fotos unterschiedlicher Stadien der Sanierung der letzten Jahre und dokumentiert den aktuellen Zustand des Gebäudes. Das bauliche Konzept der HfG Ulm sieht nur wenige Materialien vor. Zur Verdeutlichung sind die Fotos in der Ausstellung nach den wichtigsten Werkstoffen gegliedert.

Dr. Ralph Fischer
Der Stuttgarter ist promovierter Ingenieur für Werkstoffwissenschaften und technische Optik, tätig im Bereich alternativer Antriebe.
Er studierte darüberhinaus Fotografie und sammelte Erfahrungen durch diverse
Assistenzen bei Fotografen.

Für die Freunde der Weissenhofsiedlung und für das Bauhaus Dessau hat er zahlreiche Fotoprojekte realisiert. Regelmäßig hält er Vorträge zum Thema Neues Bauen und Neues Sehen und ist beteiligt an Publikationen und Ausstellungen.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung HfG Ulm durchgeführt.


Öffnungszeiten der Ausstellung
11. November bis 22. November 2018
(außer 17. November 2018)

Montag bis Freitag 8–17 Uhr und Samsatg/Sonntag 11–17 Uhr


wir demonstrieren!
linksbündig bis zum schluss.

14. Juli – 4. November 2018

wir demonstrieren! linksbündig bis zum schluss.
Bild: www.studiosued.de für Museum Ulm
1968, im Jahr der Studentenrevolte, wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) geschlossen. Ein ehrgeiziges Bildungsprojekt der jungen Bundesrepublik fand damit sein Ende.  

In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich die Stadt Ulm zu einem Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik entwickelt – nicht zuletzt wegen ihrer modernen Gestalterhochschule und den Impulsen, die von
dort ausgingen.

Die HfG-Mitglieder hatten versucht, die Moderne in eine feste – eine gut gestaltete – Form zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt
für alle.

Im Jahr 1968 wurde die junge Bundesrepublik nicht nur von den Studenten-unruhen erschüttert. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders stagnierte auch die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig begann eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überflussgesellschaft.

Öffnungszeiten der Ausstellung
Dienstag bis Sonntag, Feiertag 11–17 Uhr
Donnerstag 11–20 Uhr   

Führungen
Sonntag, 15. Juli 2018, 11.15 Uhr
Donnerstag, 6. September 2018, 18.30 Uhr
Sonntag, 7. Oktober 2018, 15 Uhr
Sonntag, 4. November 2018, 15 Uhr

Laden Sie hier das Begleitprogramm herunter www.hfg-archiv.ulm.de


Begleitprogramm pdf
Das ist dann der zweite Download pdf

Hochschule für Gestaltung Ulm – Von der Stunde Null bis 1968

ab 14. September 2017

Hochschule für Gestaltung Ulm – Von der Stunde Null bis 1968
Bild: Laboratoire IRB
Ständige Ausstellung im HfG-Archiv Ulm

Unter dem Titel »Hochschule für Gestaltung Ulm: Von der Stunde Null bis 1968« zeigt das HfG-Archiv, eine Abteilung des Ulmer Museums, eine ständige Ausstellung zur Geschichte der legendären Ausbildungsstätte. In der Zeit ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 entwickelte sich die HfG Ulm zu einer der einflussreichsten Hochschulen für Gestalter weltweit. In Ulm entstanden so ikonische Entwürfe wie der »Ulmer Hocker«, das Stapelgeschirr »TC 100« und die als »Schneewittchensarg« berühmt gewordene Radio-Phono-Kombination »SK 4« der Firma Braun. Das an der HfG entwickelte »ulmer modell«, ein auf Wissenschaft und Technik basierendes Konzept des Designs, setzt bis heute Maßstäbe.

Die Präsentation erstreckt sich auf rund 275 Quadratmeter und zeigt mehr als 200 Exponate und zahlreiche Fotografien aus den umfangreichen Beständen des HfG-Archivs Ulm. In dieser dichten Auswahl und in dem besonders ansprechenden Zusammenhang des historischen Hochschulgebäudes kann die Geschichte der HfG so nur in Ulm erfahren werden.

Für die Ausstellungsgestaltung zeichnen Ruedi Baur und sein Team vom Laboratoire Irb Paris verantwortlich. Ihrem Gestaltungskonzept liegt die Idee zugrunde, das Archiv erlebbar zu machen.

Die Ausstellung gliedert sich in drei große Themenbereiche. Die Stunde Null und die Jahre vor der Gründung der HfG werden schlaglichtartig beleuchtet. Das Kernstück der räumlichen Inszenierung bilden zwei große Regalstrukturen. Das eine Regal stellt die Geschichte der HfG in chronologischer Abfolge dar, gemeinsam mit den in diesen Jahren entstandenen Entwürfen, Modellen und Projekten. Das zweite Regal führt von A bis Z ausgewählte Begriffe und Themen vor, die ganz unterschiedliche Aspekte der HfG Ulm beleuchten helfen. Ergänzend werden die Gründer der HfG, Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill, dem Besucher nahegebracht. Zwei große Tische sind für wechselnde Präsentationen vorgesehen. Zur Eröffnung verwandeln sie sich in eine große Zeitung und präsentieren die Presseberichterstattung über die HfG Ulm an prägnanten Beispielen.

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Abteilung für Kultur und Medien der Bundesregierung, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Stadt Ulm.

Öffnungszeiten der Ausstellung
Dienstag bis Sonntag, Feiertag 11–17 Uhr
Donnerstag 11–20 Uhr

weitere Informationen www.hfg-archiv.ulm.de