Stiftung HfG Ulm
© Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm / Foto: Martin Rudau

Stiftung
Hochschule für Gestaltung
HfG Ulm

Sie ist die Nachfolgerin der Geschwister-Scholl-Stiftung, der einstigen Trägerin der Hochschule für Gestaltung. 1986 gegründet, verwaltet sie das Stiftungsvermögen und setzt die erwirtschafteten Erlöse für die satzungsgemäßen Stiftungszwecke ein. Der Schwerpunkt dieser Aufgaben liegt in der Förderung der Wissenschaft, der Forschung und Entwicklung der Gestaltung sowie der Denkmalpflege, hier der Erhaltung der stiftungseigenen Bauanlage auf dem Oberen Kuhberg in Ulm als Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg.

Grundlage des Stiftungsvermögens sind allein Liegenschaften der ehemaligen Hochschule am Oberen Kuhberg. Aus den Mieterträgen der Liegenschaften werden nach Maßgabe der verfügbaren Mittel die Stiftungsaufgaben finanziert.

Nach der Konsolidierung
Nach dem Ende der Schule 1968 hoch verschuldet, gelang es der damaligen Geschwister-Scholl-Stiftung in der Folgezeit, die Außenstände abzubauen und die Immobilien erstmals zu sanieren und später intakt zu halten. Möglich wurde dies hauptsächlich durch eine langjährige Vermietung und Einbindung des HfG-Gebäudes in den Betrieb der Universität Ulm. Ebenso wurden sukzessive die Finanz- und Rechtsverhältnisse der Stiftung neu und tragfähig geordnet. Infolgedessen wurde der Gebäude-Komplex in das Eigentum der Nachfolgeorganisation der Geschwister-Scholl-Stiftung, der privatrechtlichen Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm, übertragen.

Verpflichtung zum Gebäudeerhalt
Die Aufgabe der Verwaltung des Stiftungsvermögens schließt die Verpflichtung zum Erhalt der Gebäudeanlage mit ein. Zu diesem Zweck ist die Stiftung laut Satzung verpflichtet, Erträge aus Mieterlösen dieser Liegenschaften zu erwirtschaften. Es ist den damals Verantwortlichen zu verdanken, dass die Schuldenlast in den 1990er Jahren komplett abgetragen werden konnte.


Gebäudesanierung 2012–2014
Mit der Beendigung des Mietverhältnisses und dem Auszug der Universität Ulm 2011 wurde auf der Grundlage eines neuen Nutzungskonzeptes für die Schulanlage eine umfassende Gebäudesanierung und Anpassung sowohl an die veränderten Nutzungsanforderungen wie an verschärfte energetische und baurechtliche Verpflichtungen notwendig. Dabei konnten insbesondere im ehemaligen Mensa- und Hörsaalbereich ursprüngliche Raumsituationen der historischen HfG wiedergewonnen und erlebbar gemacht werden. Die Finanzierung von Umbau und Generalsanierung mußte von der Stiftung zu weit überwiegendem Teil mit Kapitalmarktmitteln erfolgen; daneben wurden in beschränktem Umfang öffentliche Städtebauförderungsmittel des Landes und des Bundes gewährt. Die aus dieser Finanzierung resultierenden Lasten schränken das Tätigkeitsspektrum der Stiftung außerhalb des baulichen Unterhalts und der Sicherung der Gesamtanlage noch auf Jahre hinaus ganz wesentlich ein.


Stiftung HfG Ulm
© Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm / Foto: Martin Rudau
Zentrum für Gestaltung seit 2015
Mit dem neuen Nutzungskonzept unter dem Namen „Zentrum für Gestaltung“ sind erstmals seit Jahrzehnten wieder wesentliche Räumlichkeiten der HfG auch öffentlich bezw. teilöffentlich zugänglich. Das Nutzungskonzept ruht auf drei Säulen:

  • dem (städtischen) HfG-Archiv als Abteilung des Museums Ulm,
  • dem Veranstaltungsbereich mit der ehemaligen Mensa, den Hörsälen und den zugehörigen großzügigen Erschließungs- und Kommunikationsflächen,
  • den Mietflächen für gestaltungsaffine Büros und Unternehmen.
Mit diesem Mix aus öffentlicher und privatwirtschaftlicher Nutzung im Zentrum für Gestaltung hat sich die HfG heute auch zu einem lebendigen Ort der Begegnung und der Kommunikation entwickelt.


HfG Ulm Architektur
© Stiftung Hochschule für Gestaltung HfG Ulm / Foto: Martin Rudau